St. Wendel, 01.04.2025
Foto: Hamann/DJV
Die Vereinigung der Jäger weist die Forderungen des Ökologischen Jagdverbandes (ÖJV) und der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Saar nach einem verstärkten Abschuss von Rehen entschieden zurück. Pauschale Forderungen nach einer drastischen Reduzierung des Wildbestands verkennen die Grundprinzipien einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Jagd.
"Unsere gesetzliche Aufgabe als Jäger ist es, einen gesunden und angepassten Wildbestand sicherzustellen, der im Einklang mit der Natur steht. Sie besteht nicht darin das Rehwild als vermeintlichen Schädling auszurotten. Dieses Ziel setzen die Jägerinnen und Jäger in unseren Revieren mit Erfolg um", erklärt Kreisjägermeister Michael Saar. „Die Jagd darf nicht allein auf wirtschaftliche Interessen reduziert werden“, so Saar weiter. „Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Lebensraum Wald bedeutet auch Respekt vor dem Wild – Wald ohne Wild ist wie ein Meer ohne Fische.“
Wildbestand regulieren – aber mit Augenmaß
„Die Hege und Pflege des Wildbestandes stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Die Jagd dient nicht dem Selbstzweck, sie dient aber auch nicht allein der Steigerung von Wert und Wirtschaftlichkeit des Waldes. Die Jagd dient ganzheitlich dem Schutz von Natur und Tierwelt“, erläutert Michael Saar.
Die Jagd ist ein integraler Bestandteil des Wildtiermanagements, das sowohl die Ökologie als auch die Interessen von Land- und Forstwirtschaft in Einklang bringt. Ein ausgewogener Wildbestand trägt zur Artenvielfalt bei und erhält das natürliche Gleichgewicht im Wald.
„Die Statistiken zeigen, dass die Jägerinnen und Jäger ihrer Rolle gerecht werden und den gestiegenen Zuwachsraten entsprechend auch ihre Abschusszahlen angemessen erhöhen – entsprechend unserer gesetzlichen Aufgabe einen artenreichen, gesunder, auf die landschaftlichen Verhältnisse angepasster Wildbestand zu erhalten.“
Saarlandweit wurden im abgelaufenen Jagdjahr 12.500 Rehe erlegt. Im Vergleich zum Jahr 2015 stellt diese eine Steigerung von 29% dar.
Beim Schwarzwild wurde im gleichen Zeitraum ein Anstieg von 22% erzielt.
„Die Behauptung, Jäger seien vor allem an Trophäen interessiert, ist haltlos. Sie dient offensichtlich dem Versuch des ÖJV, veraltete Vorurteile zu schüren und die Jägerschaft als Ganzes zu diskreditieren.“
Klimawandel als Herausforderung für Wald und Wild
"Wir brauchen intelligente Lösungen, die sowohl den Schutz des Waldes als auch das Wohl der Wildtiere berücksichtigen. Einseitige Maximalforderungen, die die rücksichtslose Dezimierung des Wildbestandes zum Ziel hat, sind keine Lösung", so Michael Saar.
Entsprechend stehe man als Vereinigung der Jäger auch in regelmäßigem, engem und konstruktivem Austausch mit dem Saarforst, den Landwirten und auch den weiteren Landbesitzern im Saarland.
Im Mittelpunkt der gemeinsamen Bemühungen steht der Interessenausgleich aller Betroffenen. Es ist daher kontraproduktiv, dass der ÖJV mit seinen überholten Maximalforderungen von den gemeinsamen Ergebnissen, welche unter Regie des Umweltministeriums getroffen wurde, abweicht.“
„Wir Jäger handeln nachhaltig und verantwortungsvoll – für das Wild, den Wald und künftige Generationen“, unterstreicht Saar abschließend.
Vereinigung der Jäger des Saarlandes
Ansprechpartner:
Valentin Holzer, Referent für Öffentlichkeitsarbeit